Während längerer Seereisen können Schäden an der Ladung wie beispielsweise Rost oder Schimmel bei Agrarprodukten hohe Risiken für Transportversicherer darstellen. Zur Vermeidung von Ladungsverlusten bietet die maritime Beratung des Deutschen Wetterdienstes spezielle Lüftungsberatungen an.
Das Problem der Schadensvermeidung beim Überseetransport von Waren wird seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts meteorologisch untersucht. Erste physikalische Zeitreihen sammelte die damalige Seewarte. Nach Gründung der Bundesrepublik übernahm das Seewetteramt Hamburg als Teil des Deutschen Wetterdienstes diese Tradition und unterstützte damit den Exportboom der wirtschaftsstarken 50er und 60er Jahre. In der Seefahrt wurde in den 1960er Jahren der Container in die Transportkette eingeführt. Allerdings nahmen in diesem vorteilhaften geschlossenen Transportbehälter meteorologisch bedingte Probleme eher zu, was zu weiteren Ursachenforschungen führte. Bis zum heutigen Tag gibt es allerdings auch Transportgüter, die konventionell und damit ohne Container verschifft werden. Während sich die Art und Menge der Güter sowie Größe und Fahrgeschwindigkeit der Schiffe veränderte, sind meteorologisch bedingte Gefahrenzonen wie kaltes Auftriebswasser, kräftige Gegensätze einiger Meeresströmungssysteme und Wärme bzw. Hitze in subtropischen und tropischen Regionen nahezu gleichgeblieben.
Unter den Elementen, die laderaumbedingt zu Schäden führen können, wäre als erstes die Temperatur zu nennen. Unterschieden werden muss hierbei zwischen der Lufttemperatur, der Wassertemperatur an der Meeresoberfläche, der Oberflächentemperatur und der Innentemperatur in Lufträumen der Transportbehälter sowie der Warentemperatur selbst. Mögliche Temperaturbelastungen können hierbei aus vielen Überlegungen bestehen: Ist die Beladung unter Deck? Werden Schiffscontainer direkt von der Sonne angestrahlt? Wie sind Abfertigungszeiten an Zwischenhäfen und Umladestationen und wird hier die Ware im Freien oder in einer Halle gel